Geschichte


1974 – 2004
30 Jahre
F I C H T E N S C H L A G

Vizesieger Bundessiegerprüfung 1984
Vizesieger Gebrauchshundklasse Hündinnen 1998
Vizesieger Gebrauchshundklasse Hündinnen 2001
Vizesieger Jugendklasse Hündinnen 2002
Siebenmal Vorzüglich-Auslese in Deutschland
Dreimal Vorzüglich-Auslese im Ausland
Zuchtgruppensieger 2001
Zuchtgruppenvizesieger 2002
Zuchtgruppenvizesieger 2004





Das sind die Highlights der letzen 30 Jahre vom Fichtenschlag!

Wer steckt dahinter, wie kam es dazu?

Hier erfahren Sie mehr über uns und unseren Zwinger.

Hunde waren bei uns schon immer mit von der Partie. Meine Eltern und Großeltern (von Bernd) hatten schon immer einen Mischling. Später war ein sogenannter Wolfshund Familienmitglied bei uns.

Anfang 1972 haben wir uns entschlossen, diesmal einen reinrassigen Deutschen Schäferhund zu kaufen!
Sein Name: Basko von der Regentalperle.
Eigentlich sollte unser erster Deutscher Schäferhund nur ein Wach- und Familienhund werden. Wachhund, weil kurz zuvor versucht wurde bei uns einzubrechen.

Wir beschlossen, dass unser neues Familienmitglied zum Schutzhund ausgebildet werden soll, denn sein Temperament und seine Wissbegierigkeit waren sehr groß. In Kronach gibt es zwei Hundeausbildungsplätze (SV und VdH). Nach einigen Schnupperstunden bei beiden Vereinen, entschied ich mich für den Schäferhundeverein Kronach als meinen künftigen Verein, dem ich auch bis heute treu geblieben bin. Keiner von unserer Familie konnte damals ahnen, welchen Einfluss diese Entscheidung bis zum heutigen Tag für uns alle brachte.

Fleißig wurde mit Basko geübt und trainiert und auf das große Ziel, die Schutzhundprüfung, zugesteuert.

Inzwischen wurde das Interesse an einem zweiten Hund, einer Hündin, immer größer. Es dauerte allerdings eine Zeit, die Familie davon zu überzeugen, aber letztendlich kauften wir uns die Hündin Agge vom Kirschental, eine Tochter des Leistungssiegers des Jahres 1971, Racker vom Itztal als Welpe. Mit dieser Hündin hatten wir sehr viel Freude. Agge konnte mehrere große Pokalwettkämpfe gewinnen, die Schutzhundprüfung 3 mehrmals mit der Gesamtnote vorzüglich bestehen und an der Landesgruppenausscheidung teilnehmen. Agge war das lebendige Spielzeug unserer Kinder Anja und Marco. Nachdem ich mit Agge sehr erfolgreich war, kam mir der Gedanke eine weitere Racker-Tochter zu kaufen. Blanka vom Arnetacker wurde ebenfalls erfolgreich von mir ausgebildet und auf Wettkämpfen geführt.

Im September 1973 besuchte ich meine erste Siegerschau im Münchener Olympia-Reitstadion. Der Anblick dieser sehr schönen Hunde, faszinierte mich. Ich war begeistert! Der Gedanke, der Wunsch und der Wille lies mich nicht mehr los, selbst schöne, wesensstarke und leistungsfähige Deutsche Schäferhunde zu züchten. Gleichzeitig drängten mich nun die Vereinsmitglieder und viele Sportfreunde, ich habe doch mit Agge und Blanka die besten Voraussetzungen dafür.

Im Jahr 1974 (die Familienplanung bei mir und meiner Frau Evi war inzwischen abgeschlossen) erfolgte dann zwangsläufig der nächste Schritt in unserem Hundeleben. Der Zwinger “vom Fichtenschlag” wurde vom SV anerkannt und eingetragen. Unser Zwingername entstand dadurch, dass auf unserem Grundstück schon immer ein Fichtenwald steht. Mein Wunsch war ein Zwingername, der eng mit meiner Heimat verbunden ist.
Zwischenzeitlich besuchte ich mit Basko meine erste Sonderschau. Basko wurde natürlich selbst von mir geführt und ich war sehr erfreut über die Note gut! Im Jahr 1974 konnte ich mit Agge und Blanka meine ersten Körungen bestehen. Aus meinem ersten Wurf ging mit Arras der Eifelpokalsieger hervor. Mehrere vorzügliche und Körklasse 1 Hunde, die auf Wettkämpfen und LG-Ausscheidungen erfolgreich geführt wurden, trugen in den 70iger Jahren den Namen „vom Fichtenschlag“.

Im Jahr 1979 züchtete ich, aus der Paarung Wicko von Meran und Hefta vom Fichtenschlag, einer Jonny Rheinhalle Tochter , den Vizeleistungssieger des Jahres 1984, Jonn vom Fichtenschlag, der bei der Bundessiegerprüfung in Bayreuth als einziger Hund 100 Punkte im Schutzdienst erringen konnte und sehr erfolgreich von Hans Fiedler geführt wurde.

In den 80ger Jahren versuchten wir über unsere leistungsbezogene graue Mutterlinie (Hexe-Ollie-Sarah) schöne graue Hunde zu züchten. Zasko (SG 56 Jugendklasse Rüden 1985 in Hamburg) und Barry (SG 40 Junghundklasse Rüden 1987 in Duisburg) konnte viele Klassensieger erringen. Beide wurden auch von unserer Tochter Anja erfolgreich bei der Landesgruppenjugendmeisterschaft in der Schutzhundprüfung 3 geführt. Wir waren damals sehr stolz auf diese beiden Rüden.

Das Jahr 1989 kann man als entscheidenden Wendepunkt im Zuchtgeschehen vom Fichtenschlag bezeichnen. Bei einer Zuchtschau in Amberg wurde eine Amme gesucht. Drei kleine Welpen im Alter von zwei Tagen aus dem weltbekannten Zwinger vom Wildsteiger-Land kamen zu uns nach Neuenreuth. Keiner von uns ahnte zum damaligen Zeitpunkt, dass einer dieser drei Welpen Sandra vom Wildsteiger-Land und die Stamm-Mutter aller unserer heutigen Hunde werden wird.

Sandra wurde bis zur Schutzhundprüfung 3 ausgebildet, erhielt die Zuchtbewertung V und Körklasse 1, wie vier weitere Geschwister von ihr.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die Familie Göbl für die Überlassung dieser Hündin, denn ohne Sandra würde es den Fichtenschlag in der jetzigen Form nicht geben.

Aus dem ersten Wurf von Sandra mit Jeck Noricum, züchteten wir unsere sehr gute Vererberin, Linda vom Wildsteiger Land. Dem zweiten Wurf, gepaart mit Atlas von Bad Boll, ging der SG 4 Rüde der Jugendklasse Rüden bei der Bundessiegerhauptzuchtschau 1993 in Dortmund Zanto vom Fichtenschlag hervor.

Aus Linda´s erstem Wurf mit Cash vom Wildsteiger Land, züchteten wir unsere Holly im März 1994. Eine Erfolgskarriere begann. Dreimal Vorzüglich-Auslese mit dem Vizesieg 1998 in Nürnberg, darauf sind wir alle stolz.

Im April 1997 erblickte Yonka (eine Tochter von Shantos Xano und Holly´s erstem Wurf) das Licht der Welt. Fast ausschließlich erste Plätze und der neunte Platz bei der Siegerhauptzuchtschau 1998 in Nürnberg waren die Erfolgsbilanz in der Jugendklasse Hündinnen 1998.

Der fünfte Platz beim Zuchtgruppenwettbewerb in Nürnberg war zum damaligen Zeitpunkt unser züchterischer Höhepunkt.

2000 krönte Yonka ein erfolgreiches Jahr mit Vorzüglich-Auslese sieben in Bremen. 2oo1 erkämpfte sie sich auf der Bundessiegerhauptzuchtschau in Düsseldorf den gleichen Titel wie ihre Mutter Holly, Vizesiegerin in der Gebrauchshundklasse Hündinnen.

Mit Holly züchteten wir insgesamt acht Würfe aus denen 48 Welpen entstammen. Davon wurden acht in Körklasse 1 angekört. Zwei Kinder (Yonka und Larissa) erhielten die Bewertung Vorzüglich-Auslese und Baby die Platzierung V 15 in Ulm. Inzwischen haben wir mit Wilko, Yessica, Zaskia, Tirza und Amanda (graue Hündin) bereits sehr erfolgreiche Holly-Enkel.

Aus der zweiten Linie über Sandra vom Wildsteiger Land entstammt die V 5 Hündin der Siegerhauptzuchtschau 2001, Günnie vom Fichtenschlag. Günnie vererbt ebenfalls über dem Durchschnitt, vorallem mit ihrer Tochter Carolin.

Was sich in den letzten Jahren erfolgreich angedeutet hat, fand in Düsseldorf 2001 einen krönenden Abschluss. Die Zuchtgruppe des Zwingers vom Fichtenschlag wurde Weltsieger.

Hierauf übergab ich den Zwinger an meinen Sohn Marco als Nachfolger.

Ich (Marco) kann mir ein Leben ohne Deutsche Schäferhunde nicht vorstellen! Seit meiner Geburt bin ich von Schäferhunden umgeben. Als Kind hatte ich jedoch großen Respekt vor den Hunden. Ich ging zwar regelmäßig mit zum Hundeplatz und half meinem Vater beim Füttern, aber das war bis 1985 auch alles.

Dann bekam ich langsam Freude daran, die Hunde mit für die Ausstellungen zu trainieren. Meine erste Ausstellung als Führer war die Landesgruppen-Jugend-Schau Bayern Nord 1987. Ich konnte mit Rambo vom Fliederbusch und Hero vom Martelsberg jeweils den ersten Platz belegen. In den folgenden Jahren durfte ich fleißig die Hunde mit trainieren, als Führer (vorallem bei der Siegerhauptzuchtschau, mein großer Traum) schien ich jedoch noch nicht geeignet. Dies änderte sich im Jahr 1993 in Dortmund. Mit dem ersten Hund den ich führen durfte (Zanto vom Fichtenschlag) belegte ich in der Jugendklasse Rüden Platz vier.

Anschließend begann ich auch mit der Ausbildung der Hunde. Der erste Hund, der von mir ausgebildet und zur Prüfung, Körung und zum Siegerschau-Schutzdienst geführt wurde war Holly. Das wir beide auf Anhieb so viel erreichen, haben wir zu Beginn der Ausbildung auch nicht gedacht.

In den folgenden Jahren habe ich fast alle unsere Hunde ausgebildet und zur Prüfung geführt. Stolz machen mich die Prüfungen und Ausstellungserfolge unserer drei VA-Hündinnen Holly, Yonka und Larissa. Hierbei möchten wir es aber nicht versäumen, uns bei unserem Freund Wolfgang Haßgall zu bedanken, der alle unsere Hunde im Schutzdienst aufgebaut und für die Körungen und dem Schutzdienst bei den Siegerschauen vorbereitet hat.

Unser Ziel war von Anfang an schöne, gesunde und auch gute Deutsche Schäferhunde zu züchten. Außerdem legen wir viel Wert auf das Wesen und dem Sozialverhalten unserer Hunde.

Wir hoffen, Ihnen hiermit einen kleinen Einblick in unser Leben mit unseren Hunden gegeben zu haben.

Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die uns in den letzten 30 Jahren bei unserer Arbeit unterstützt haben. Wir sind stolz, dass wir in unserem Team echte Freunde haben und wir wissen, dass ohne unserer Mannschaft diese Erfolge nicht möglich gewesen wären.

Vielen Dank an alle, vorallem an unsere Familien!

Bernd und Marco Oßmann



2005 – 2008



Siegerin Jugendklasse Hündinnen 2006
Siegerin Junghundklasse Hündinnen 2006
V-Auslese 3 Gebrauchshundklasse Hündinnen 2008
V-Auslese 9 Gebrauchshundklasse Hündinnen 2008
Sechsmal Vorzüglich-Auslese 1 im Ausland
Dreimal Vorzüglich-Auslese im Ausland
Zuchtgruppensieger 2006
Zuchtgruppenvizesieger 2008


Der Zwinger „vom Fichtenschlag“ besteht inzwischen fast 35 Jahre und in unserer Geschichte hat sich in den vergangenen vier Jahren viel ergeben.

Je eine Siegerin in der Jugendklasse Hündinnen und Junghundklasse Hündinnen, zwei weitere V-Auslese Titel, ein Zuchtgruppensieg sowie ein Vizesieg waren die absoluten Höhepunkte in unserer Zucht in den letzten vier Jahren.

Ich (Marco) bin inzwischen glücklich verheiratet und stolzer Vater unserer Söhne Maximilian und Benedikt.

Im Jahr 2005 konnten wir in den beiden Jugendklassen zur Bundessiegerzuchtschau in Ulm drei Hunde aus einem Wurf im besten Ring präsentieren. Ole belegte in der JKLR SG 26, Osaka und Ossina in der JKLH SG 15 und SG 22. Somit war der O-Wurf (Zamp vom Thermodos - Yonka vom Fichtenschlag) einer unserer erfolgreichsten Würfe. Ole vererbt sich sehr gut weiter. Zur Bundessiegerzuchtschau in Aachen 2008 waren drei Töchter von ihm unter den ersten 20, darunter die SG 3 Hündin Gynna von der Bärenschlucht.

Das Jahr 2006 werden wir nie vergessen. Im Vorfeld der Siegerschau haben unsere Hündinnen Viana und Tiana mehrere LG-Schauen gewonnen. Wir fuhren voller Zuversicht zur Bundessiegerzuchtschau nach Oberhausen. Für uns erfüllte sich ein Traum, einmal eine Klasse zu gewinnen, gleich zweimal. Viana wurde in Oberhausen Jugendsiegerin und Tiana Junghundsiegerin. Der Zuchtgruppensieg mit Viana, Tiana, Pina, Wilko and Ray rundeten das optimale Ergebnis noch ab.

2007 ist ebenfalls mit unvergesslichen Erlebnissen (leider mit negativen) in unsere Geschichte eingegangen. Unsere beiden Siegerinnen Viana und Tiana konnten den Schutzdienst in Braunschweig leider nicht bestehen. Ich finde aber, auch hierüber sollte berichtet werden, denn es gibt immer Höhen und Tiefen im Leben. Ich (Marco) habe mich durch diese Niederlage nicht entmutigen lassen und habe weiterhin an meine Hündinnen geglaubt.

Seit Januar 2008 habe ich mit Viana und Tiana wieder Schutzdienst trainiert, wie wir dies bereits mit unseren drei VA-Hündinnen Holly, Yonka und Larissa getan haben. Wir haben wieder mit unserem Freund Wolfgang Haßgall trainiert und konnten zur Siegerschau in Aachen mit Viana V-Auslese 3 und mit Tiana V-Auslese 9 erreichen. Für diese Hilfe bedanken wir uns bei Wolfgang recht herzlich.

Besonders stolz sind wir, dass wir in Aachen neben Viana und Tiana noch mit Faxo (V 41), Espanya (V 24), Yossina (V 45) und Jalda (V 51) weitere vier Hunde in der GHKL im besten Ring präsentieren konnten. Der Zuchtgruppenvizesieg (Faxo, Remo, Quantana, Viana, Tiana) rundete, wie schon zwei Jahre zuvor in Oberhausen, eine unvergessliche Siegerschau ab.

Das Jahr 2008 hat uns wieder einmal bewiesen, dass ein super Team unverzichtbar für ein erfolgreiches Abschneiden bei den Schauen und bei der Zucht ist. Wir möchten uns an dieser Stelle auch bei unseren Hundeführern Marco Talke und Andreas Bärschneider bedanken, die jedes Wochenende für uns da waren und mit uns unzählige Trainingseinheiten absolvierten.

Wir haben in den vergangenen Jahren verstärkt auf Vater-Rüden aus unserer Zucht gesetzt. So züchten wir aktuell mit fünf Wilko-Töchtern (Tiana, Thora, Yossina, Xandina und Jalda). Nach dem Rüden Ray vom Fichtenschlag (Dux de Cuatro Flores - Carolin vom Fichtenschlag) haben wir mit Remo (SG 21 JKLR 2008) und Ronda zwei zukunftsvolle junge Hunde. Nach Ole vom Fichtenschlag haben wir ebenfalls eine junge Hündin (Lana) für die Weiterzucht.

Dies bestätigt unsere Meinung, dass man nicht immer nur auf hoch platzierte Rüden zurückgreifen muss. Wir züchten nach dem Motto „Genotyp vor Phänotyp“.

Für die Zukunft wünschen wir unserem Team und uns Gesundheit und weiterhin viel Spaß mit den Vierbeinern.

Dezember 2008
Bernd und Marco Oßmann